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Reiseziel Informationen zu: La Gomera


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La Gomera

La Gomera ist nach El Hierro die zweitkleite der sieben Kanarischen Ieln im Atlantischen Ozean. Die Iel liegt rund eintausend Kilometer vom spanischen Festland entfernt und hat bei einer Fläche von 369,76 Quadratkilometern einen Flächenanteil an der Gesamtfläche aller Kanaren von 4,94 Prozent. La Gomera hat 21.952 Einwohner (1. Januar 2006)[1], was einer Bevölkerungsdichte von 59 Einwohnern pro km² entspricht.

Verwaltung

La Gomera gehört zur spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife in der seit 1982 bestehenden Spanischen Autonomen Gemeichaft Kanarische Ieln, und damit seit 1986 zur EU. Die Hauptstadt der Iel ist San Sebastián de la Gomera, die Landessprache ist Spanisch. La Gomera besitzt einen eigenen Ielrat, den cabildo iular, und ist in die in die sechs Gemeinden Agulo, Alajeró, Hermigua, San Sebastián de la Gomera, Valle Gran Rey und Vallehermoso gegliedert. Alter und neuer Präsident des Ielrates ist zum fünften Male in Folge nach den Wahlen im Mai 2007, mit diesmal 76 Prozent aller Stimmen, Casimiro Curbelo Curbelo der Partei PSOE.

Allgemeines

La Gomera gehört mit etwa 12 Millionen Jahren zu den älteren der Kanarischen Ieln. Der vulkanische Uprung ist noch sehr gut sichtbar. Die Entstehungsgeschichte ist im Artikel Kanarische Ieln ausführlich beschrieben. Inmitten der Iel gedeiht der größte noch zusammenhängende Lorbeerwald der Erde. Mit den eng zusammetehenden Vulkachloten gehört er zum Nationalpark Garajonay, der UNESCO-Weltnaturerbe ist. Höchste Erhebung der Iel ist der gleichnamige Garajonay mit 1.487 Metern Höhe.

Zu den Besonderheiten La Gomeras gehört die weltweit nur hier existierende Pfeifsprache der Gomeros, El Silbo. Sie hatte den Vorteil, über große Distanz vetanden zu werden, was den Gomeros zu einer einfachen Vetändigung über ihre weiten Täler (Barrancos) verhalf.

Im bekanntesten Tal der Iel, dem Valle Gran Rey (Tal des großen Königs), gab es über viele Jahre Hippie-Kommunen, die zum Teil in Höhlen an einem Strand wohnten, der so genannten Schweinebucht. Heute wird die Schweinebucht noch zeitweise von einigen Aussteigern für einen gütigen Urlaub genutzt. Die "Hippies" der vergangenen Jahren haben sich wieder sozialisiert und sind heute im Tourismus tätig oder in Ihre Heimat zurückgekehrt.

Landschaft und Natur

La Gomera besitzt mehrere Vegetatiozonen. Aufgrund ihrer Höhenlage und ihres Mikroklimas sind diese sehr untechiedlich.

Im Norden der Iel finden sich ab 500 Meter Höhe Lorbeerwälder und immergrüne Farne.

Oberhalb einer Höhe von 1000 Metern gehen sie fließend in die Fayal- Brezal- Formation über, einem Heidemischwald aus Gagelstrauch (Faya) und Baumheide (Brezo).

Im regenarmen Süden der Iel dominieren neben vechiedenartigen kargen Sträuchern der phönizische Wacholder, Dickblattgewächse der Gattung Aeonium und die Kanarenpalme.

In Küstennähe befinden sich vorwiegend Pflanzen, die auf die salzhaltige Brise des Meeres angewiesen sind, zum Beispiel der Strandflieder, divee Wolfsmilchgewächse, Agaven und Feigenkakteen.

Inmitten La Gomeras liegt der Nationalpark Garajonay auf circa 10 Prozent der Ielfläche. Sein Ökosystem steht seit 1986 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO.

Die Wälder im Park sind Lorbeerwälder, die aufgrund der fehlenden Eiszeit hier noch existieren. Das Herzstück des Nationalparks besteht aus immergrünem Nebelwald mit bis zu zwei Meter hohen Farnen, von den Bäumen hängenden langen Bartflechten, moosbewachsenen knorrigen Ästen und Bächen mit Wasserfällen.

Geschichte

La Gomera war vermutlich schon den Phöniziern bekannt. Die Ureinwohner (Guanchen) der Kanarischen Ieln sollen mit den nordafrikanischen Berbern (Imazighen) kulturgeschichtlich verwandt sein. Es ist bekannt, dass sie eine Pfeifsprache verwendeten um sich über lange Strecken zu vetändigen. Der Name Gomera könnte auf den alten Berbetamm Ghomara zurückgehen. Eindeutige Belege gibt es allerdings nicht. Der Stamm der Ghomara war Teil der in Südmarokko aässigen großen Berber-Föderation der Masmoudâ, diese Stammesföderation gründete zur Zeit der Islamisierung Marokkos den Staat Al-Barghwat'a und bildete später die ethnisch-kulturelle Basis der berberischen Dynastie der Almohaden. Die Almohaden regierten von Marrakesch aus ganz Nordafrika und Andalusien.

Die Spanier eroberten 1404 mit Jean de Béthencourt die Iel. Die Guanchen ergaben sich zunächst, reagierten aber auf ungerechte Behandlungen seite der Eroberer mit zahlreichen Aufständen. Im weiteren Verlauf des 15. Jahrhunderts folgte der Graf Hernán Peraza, der als besonde grausam vechrien war, er herchte von 1477 bis 1488. Nach seiner Ermordung durch aufständische Einheimische folgte ihm seine Frau Beatriz de Bobadilla, die auf die Hilfe des Feudalherren Pedro de Vera von Gran Canaria zählen konnte, nach.

Christoph Kolumbus machte hier seine letzte Zwischetation, bevor er am 6. September 1492 zu seiner Reise nach Indien aufbrach, bei der er Amerika entdeckte. Gerüchte besagen, er sei in Beatriz de Bobadilla verliebt gewesen, weshalb er seine Abreise länger als notwendig hinausgezögert haben soll. Jedenfalls untetützte sie ihn finanziell bei der Reparatur eines seiner Schiffe. Angeblich wurde außerdem für die spätere Taufe des amerikanischen Kontinents Quellwasser aus einem Brunnen in San Sebastián de la Gomera verwendet.

Nach der Eroberung wurden viele Einheimische als Sklaven auf das spanische Festland verkauft oder innerhalb des Archipels umgesiedelt, um etwaigen Aufständen vorzubeugen.

Die übrigen Einheimischen arrangierten sich mit den Eroberern und übernahmen weitgehend deren Kultur und die spanische Sprache. Heute findet man nur noch wenige Reste der Ur-Sprache Guanche, beispielsweise im Ortsnamen Tijarafe, wieder.

1514 wurden die Einheimischem mit den Spaniern rechtlich gleichgestellt. Es etablierte sich ein Feudalsystem. Zuckerrohr und Wein waren im 16. Jahrhundert die wichtigsten Exportartikel.

1837 wurde die Iel atelle der einheimischen Grafenfamilie direkt der spanischen Krone untetellt. Die meisten Gomeros blieben weiterhin schlecht bezahlte Pächter oder Tagelöhner auf den grundherchaftlichen Plantagen. 1852 wurden die Kanaren zur Freihandelszone erklärt und damit als internationaler Warenumschlagplatz interessant.

Die auf den Feigenkakteen lebenden Cochenille-Schildläuse lieferten begehrte und hoch gehandelte rote Farbstoffe. Mit der Erfindung synthetischer Farbstoffe brach kurze Zeit später die viel aufwendigere Cochenille-Produktion zusammen. Vor diesem Hintergrund wirtschaftlicher Not kam es Ende des 19. Jahrhunderts zur zweiten Auswanderungswelle, vor allem nach Kuba und Venezuela.

1974 gab es eten regelmäßigen Fährverkehr zwischen Los Christianos auf Teneriffa und San Sebastian de la Gomera.

1975 kam es nach dem Tod des spanischen Diktato Francisco Franco zu einer Demokratisierung unter dem spanischen König Juan Carlos. Die Canarios wählten etmals eine regionales Parlament und erhielten eine eigene regionale Regierung. Im Jahr 1982 erhielten die Kanaren den Autonomiestatus, unterteilt in die Provinzen Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife, zu der La Gomera gehört.

Bei Spanie Eintritt in die Europäische Gemeichaft 1986, räumte man den Kanarischen Ieln einen Sondetatus mit Absatzgarantie bei Bananen ein, der Ende 1995 auslief.

Die Ielregierung setzt heute vor allem auf die Wirtschaftszweige Tourismus, Landwirtschaft und Fischerei. Durch gezielte Förderprogramme werden die einzelnen Bereiche untetützt.

Wirtschaft

In den flachen Gebieten der Küstenregionen herchen Bananenplantagen vor, deren kleine, schmackhafte Früchte aber nicht für den Export bestimmt sind. Weitere Landwirtschaft war weit verbreitet, da in höheren Lagen die in den Wintermonaten häufigen Regenfälle genutzt werden konnten, und im Frühjahr geerntet wurde. Viele Anbauflächen liegen inzwischen brach, da in den 1960er und 1970er Jahren eine Landflucht stattfand. Auch einige entlegenere Dörfer sind teilweise völlig verlassen.

Heute spielt die Landwirtschaft für den Eigenbedarf in den Tälern und auf wenigen der Terrassen zwar noch eine Rolle, aber meist bringt der noch sanfte Tourismus, besonde in Form von Wandertouren, einen akzeptablen Wohlstand.

Klima

Klimatisch trennt sich die Iel in die trockene Süd- und die von Passatwinden mit feuchter Luft veorgte, fruchtbare Nordhälfte. Zur Wasserveorgung der in Treppen an den Berghängen angelegten Feldflächen wird der Regen und das per Kondeation entstehende Wasser in Reservoi aufgefangen und an die Bewohner verteilt. Neben Kartoffeln werden auch Tomaten und Wein angebaut.

Infrastruktur / Anreise

Das Straßennetz der Iel ist sehr gut ausgebaut. Linienbusse, auf den Kanaren Guagua genannt, bieten eine preisgütige Verbindung aller größeren Gemeinden mit der Hauptstadt San Sebastián de la Gomera. Die Busse fahren jedoch relativ selten, halten jedoch auf Handzeichen zum Ein- und Aussteigen an beliebigen Punkten entlang der Strecke. Dennoch sind kleinere Orte oft nur schwer per Bus zu erreichen.

La Gomera kann mit der großen Schnellfähre der Reederei Fred Olsen von Los Cristianos (Teneriffa-Süd) in ca. 35 Minuten oder einer Autofähre der Reederei Naviera Armas in 60 Minuten erreicht werden. Eine kleine Schnellfähre der Reederei Garajonay Expres S.L. verkehrt zusätzlich dreimal täglich in etwa 110 Minuten zwischen Los Cristianos und Vueltas im Valle Gran Rey auf La Gomera, mit Zwischetopps in San Sebastián de la Gomera und Playa Santiago im Süden von La Gomera.

Eine weitere Fährverbindung besteht zu der Nachbariel La Palma.

Der et im Jahre 1999 neu eröffnete Flughafen La Gomera liegt bei Playa Santiago in der Gemeinde Alajeró. Die Landebahn ist zu klein für internationale Chartermaschinen, daher wird der Flughafen nur für den regionalen Verkehr, auch der Fluggesellschaft Binter Canarias, zwischen den Ieln benutzt. Der Plan der britischen Fluggesellschaft Flystar Astraeus, ab November 2007 eine Direktflugverbindung von London-Gattwick nach La Gomera anzubieten, scheiterte, da die Maschinen acheinend nicht ausreichend für den Rückflug betankt werden konnten. Täglich gibt es daher weiterhin nur jeweils zwei Flüge von und nach Teneriffa-Nord und nach Gran Canaria.

Dieser Text wurde der Wikipedia entnommen und steht unter der GFD Lizenz.
Weitere Details entnehmen Sie bitte der Wikipedia.

 
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