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Reiseziel Informationen zu: Fuerteventura


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Fuerteventura

Fuerteventura ist eine der Kanarischen Ieln im Atlantischen Ozean, rund 120 Kilometer westlich der marokkanischen Küste. Die Iel besitzt bei einer Fläche von 1.659,74 Quadratkilometern einen Flächenanteil an der gesamten Landfläche aller Kanaren von 22,15 Prozent, und ist damit nach Teneriffa die zweitgrößte Iel des Archipels. Fuerteventura hat 89.680 Einwohner (Stand 1. Januar 2006)[1]. Die Hauptstadt ist Puerto del Rosario, wo sich auch der Ielflughafen befindet. Die Landessprache ist Spanisch. Fuerteventura bildet mit der nördlich gelegenen Iel Lanzarote die östliche Grenze der Kanaren. Die Kanaren gehören zum Hoheitsgebiet Spanie, genießen aber einen Sondetatus als Autonome Gemeichaft mit eigenem Parlament und Präsidenten (Paulino Rivero Baute, seit Juli 2007). Fuerteventura gehört mit Lanzarote und Gran Canaria zur spanischen Provinz Las Palmas.

Gemeinden

Obwohl sich heute die Bevölkerung an den touristisch geprägten Orten an der Küste konzentriert, befinden sich die Sitze der Gemeindeverwaltungen mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto del Rosario in vergleichsweise kleinen historischen Orten im Ielinnern. Fuerteventura ist in sechs Gemeindebezirke eingeteilt:

Die Bevölkerungszahl hat sich von 1996 bis 2006 um 146,82 Prozent gesteigert. Im Dezember 2006 zählte die Iel 105.980 Einwohner. Davon sind knapp ein Drittel, nämlich 29,20 Prozent, Ausländer.

Die größten Gemeinden waren im Dezember 2006:

Geographie

Fuerteventura ist die älteste Iel der Kanaren; sie entstand vor etwa 20,6 Millionen Jahren und ist vulkanischen Uprungs. Die Entstehungsgeschichte im Allgemeinen ist im Kapitel Kanarische Ieln ausführlich beschrieben. Der Großteil der Ielmasse entstand vor ca. 5 Millionen Jahren und ist seitdem durch Wind und Wetter stark erodiert. Die letzten vulkanischen Aktivitäten auf Fuerteventura erloschen vor 4.000 bis 5.000 Jahren. Der höchste Punkt auf Fuerteventura ist der Berg Pico de la Zarza (807 m), auch Pico de Jandía genannt, auf der gleichnamigen Halbiel.

Im Nordosten der Iel findet man (bei Corralejo) große Sanddünenbereiche (Wanderdünen), die die Nähe der kanarischen Ieln zu Nordafrika sehr achaulich werden lassen. (Parque Natural de las Dunas de Corralejo) Der Sand besteht aber zu großen Teilen aus zerriebenen Meerestiergehäusen (Muscheln, Schneckenhäuser) und die Bewohner legen großen Wert darauf, über mehr eigenen als Saharasand zu verfügen. An manchen Stellen findet man auch Kalkformationen vom ehemaligen Meeresboden, die ebeo wie die schwarzen Vulkanreste stark erodieren und ihren Teil zum meist gesprenkelten Sand beitragen.

Die Iel erreicht zwischen der Nord- und Südwestspitze eine Länge von knapp 100 Kilometern und misst an der breitesten Stelle 31 Kilometer. Der Istmo de la Pared ist mit fünf Kilometer Breite die schmalste Stelle Fuerteventuras und gliedert die Iel in zwei Teile: den nördlichen Teil Maxorata, nach dem auch die uprünglichen Ielbewohner Majoreros benannt sind, und die südliche Halbiel Jandía. Die Ielfläche von knapp 1.700 Quadratkilometern ist, im Vergleich zu anderen Kanarischen Ieln, mit 54 Einwohnern pro km² nur sehr dünn besiedelt - Tendenz stark steigend sowohl bei Einwanderern als auch bei Touristen. Es gibt bereits Proteststimmen, die mit hochgerechneten Bettenzahlen künftiger Jahre eine Gegenbewegung einleiten wollen.

Das Klima ist das ganze Jahr über angenehm, was den Kanarischen Ieln den Beinamen "Ieln des ewigen Frühlings" eingebracht hat. Das Meer gleicht die Temperaturen aus und die Passatwinde halten die heißen Luftmassen aus der nahen Sahara weitgehend (gelegentlich zeigt sich der Scirocco) fern. Fuerteventura ist mit 147 mm pro Jahr im Kanarenvergleich sehr niedechlagsarm. Die Wolken ziehen darüber hinweg, weil die Berge zu niedrig sind. Vetärkt durch die Sünden der Vergangenheit (Brennholzgewinnung, Haltung freilaufender Ziegen) wirkt sich dies in jüngster Zeit besonde auf die Landwirtschaft aus - der Tomatenanbau wurde aufgegeben, nur Aloe Vera wird noch angebaut. Man spricht von Halbwüste mit Tendenz zur Wüste. Die Palmen und anderen Gewächse, die man auf Postkarten sieht, werden fast ausschließlich kütlich aus den Abwässern der Hotels bewässert. Die teilweise sehr starken Regenfälle in den Wintermonaten fließen, begütigt durch die fehlende Vegetation, größtenteils ungenutzt und ungebremst i Meer ab. Die Erosion ist echreckend hoch. Speicherbecken füllen sich immer wieder mit Material auf, müssen ausgebaggert oder neu angelegt werden. Ein besonderes Wetterphänomen ist der Scirocco, in Spanien auch Leveche genannt, ein heißer Südostwind aus der Sahara. Während des Scirocco steigt die Temperatur manchmal sprunghaft um 10 °C und die Luft wird extrem trocken. Der Wind bringt neben feinem Sand, der den Himmel verdunkelt und die Sicht auf 100 bis 200 Meter senkt, auch afrikanische Wanderheuschrecken sowie andere Iekten mit sich. Beim letzten Wetterphänomen im Jahre 2003, dem so genannten Calima, konnte man nachts, wegen der vielen Iekten, kaum die Straßenbeleuchtungen erkennen.

Geschichte

Die Kanaren, auch Fuerteventura, wurden von Ureinwohnern, den Guanchen, bewohnt. Als Herkunft vermutet man nordafrikanische Berbetämme, welche ab etwa 3000 v. Chr. die Ieln besiedelten. Ab dem 30. Jahrhundert v. Chr. findet eine ete Besiedlung der Kanaren in mindeste zwei Wellen statt. Um das 11. Jahrhundert v. Chr. besuchen wahcheinlich phönizische Seefahrer Fuerteventura und Lanzarote, eindeutig belegt ist dies jedoch nicht. Um 850 v. Chr. beschreibt der griechische Dichter Homer in der Odyssee die Kanaren als "Die Ieln der Glückseligen". Quer über die Landenge der Iel, welche den nördlichen Teil vom Südlichen trennte, soll es bis zur Ankunft der Spanier im 15. Jahrhundert einen Steinwall gegeben haben. Er grenzte die zwei Königreiche der Iel in das nördliche Maxorata mit König Guize und das südliche Gandía (heute Jandía) mit König Ayoze ab. Beim Durchwandern der Landenge von Jandía kann man unterhalb des Windparkes von Costa Calma auf Reste einer dicken, etwa drei Meter hohen Mauer treffen. Ob es der echte Wall der Legende ist, ist fraglich.

1312 landete Lancelotto Malocello auf Lanzarote. Aufgrund seiner fantastischen Berichte brachen 1340 Spanier und Portugiesen mit Expeditionen in Richtung Kanaren auf. Die Ieln wurden von europäischen Goldsuchern, Händlern und Sklavenjägern heimgesucht.

1402 startete der Normanne Jean de Béthencourt seine Expedition von Lanzarote aus, das er vorher unterworfen hatte. Im Januar 1405 ließ sich König Guize mit seinen Gefolgsleuten taufen. Einen Tag später folgte auch König Ayoze mit vielen seiner Einwohner. Die Könige verblieben auf der Iel und bekamen sogar Ländereien zurück. Betancuria wurde als Hauptstadt gegründet. 1412 legte Béthencourt den Leheid vor dem spanischen König ab. 1424 wurde Fuerteventura aus politischen Gründen Bistum. Der Bischof trat sein Amt aber nie vor Ort an. 1430 wurde die Ernennung zum Bistum für ungültig erklärt und Guillén de las Casas erwarb den Besitzapruch auf die Iel. 1441 kam der Franziskanermönch Didakus auf die Iel und gründete das Kloster Fortaventure. Er gilt als Missionar der Guanchen. 1456 ging der Besitz des Guillén auf dessen Erben, Diego García de Herrera, über. Herrera und seine Nachfolger herchten als Señores über die Iel und echlossen sie systematisch. Wichtige Einnahmequelle des Herrera-Cla war die Sklavenjagd an der nordafrikanischen Küste.

1708 war die Gründung einer Militärherchaft (die Coroneles, die Obeten) mit Sitz in La Oliva. 1740 landeten englische Koaren bei Gran Tarajal und wollten die Iel unterwerfen, sie wurden jedoch in zwei Schlachten bei Tuineje besiegt. Während des 17. und 18. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen von Freibeutern.

1834 wurde Antigua neue Hauptstadt, 1835 wurde der Verwaltungssitz nach Puerto de Cabras (heute: Puerto del Rosario) verlegt. 1836 wurde die Feudalherchaft der Señores abgeschafft. 1852 wurden die Kanarischen Ieln von Isabella II. zur Freihandelszone erklärt. Die Militärherchaft über die Iel wurde 1859 aufgelöst und Puerto de Cabras wurde 1860 schließlich die neue und jetzige Hauptstadt der Iel.

1912 wurden den Kanaren die Selbstverwaltungsrechte (Cabildo Iular) zugestanden. Fuerteventura und Lanzarote wurden 1927 Teil der Provinz Las Palmas. 1966 kamen die eten Urlauber auf die Iel. 1975 wurden etwa 4.500 spanische Fremdenlegionäre nach Puerto del Rosario verlegt. In den darauf folgenden Jahren führten die Legionäre ein Schreckeregime, bei dem ein Bürgermeister und der Ielpräsident ermordet werden. 1982 bekamen die Kanarischen Ieln einen eigenen Autonomiestatus. 1986 trat Spanien der EG bei, die Kanaren behalten ihren Sondetatus. Der Fremdenverkehr wurde 1990 zur wichtigsten Einnahmequelle der Iel; die Bautätigkeiten erreichten ihren Höhepunkt. Die Fremdenlegion wurde 1996 wieder von Fuerteventura abgezogen.

Kultur

Fuerteventura bietet Ihnen nicht nur Strände sondern auch ein breit gefächertes kulturelles Angebot mit einer Vielzahl an Museen oder religiösen Bauten. Sie können auch einen Einkaufsbummel durch Kuthandwerksläden der Iel machen oder an einem der Volksfeste teilnehmen, wo Sie einen Einblick in die Musik und Tänze der Einheimischen bekommen können. Auf dem gesamten Gebiet der Iel Fuerteventura findet man zahlreiche Musen vetreut, die Informatioquellen über Kultur Fuerteventuras sind.

Wirtschaft

Der Hauptwirtschaftszweig ist der Tourismus. Von sanftem, naturnahem Tourismus im Ielinneren bis hin zu lauten und stark frequentierten Hotelketten für Massentourismus im Küstenbereich findet man alles. Viele Sportarten werden angeboten - vor allem Wasseport: Segeln, Surfen, Schwimmen, Wasseki, Jetski, Tauchen und mit Eichränkungen auch Wandern und (Kamel-)Reiten sind beliebt. Beim Wandern untechätzt man im heißen Ödland leicht die Entfernungen und den Bedarf an Trinkwasser. Leichter ist es die Iel mit dem Fahrrad zu erkunden, am besten mit geführten Fahrradtouren. Fahrräder und Tourenvochläge sind bequem vor Ort bei Verleihstationen zu bekommen. Bauern bieten regionale Produkte an und partizipieren damit geringfügig am Tourismus. Wenn sie aber nicht gerade im Besitz küstennaher Weideflächen sind, geht der Fortschritt am Großteil der alteingesessenen Bevölkerung vorbei oder schadet sogar den traditionellen Großfamilien durch Abwanderung der Jugend in die Touristenorte und das besonde bei Immobilien gestiegene Preisniveau. Vorteile sind in der verbesserten Infrastruktur zu sehen. Die Arbeitslosigkeit ist relativ niedrig, die meisten spanischen Servicekräfte kommen jedoch vom Festland und sprechen vechiedene Dialekte. Regionale Produkte sind vor allem Ziegenkäse und Meealz, Kanarische Kartoffeln (Papas Arrugadas) und Kanarische Tomaten (rückläufig). In Tiscamanita (Gemeinde Tuineje) wird seit längerer Zeit die Heilpflanze Aloe Vera gezüchtet, angebaut und exportiert. Dieses einheimische Bioprodukt ist allerdings durch Markenpiraterie und Billigimporte bedroht.

Verkehr

Die Iel, die hauptsächlich vom Tourismus lebt, und daher eine starke Anbindung an den internationalen Verkehr braucht, besitzt einen internationalen Flughafen mit Verbindungen in viel europäische Länder.

Der Seehafen in der Ielhauptstadt Puerto del Rosario ist der größte Umschlagsplatz der Iel. Am 22. September 2007 wurde er zum offiziellen Schengenhafen. Jetzt werden Grenzkontrollen zur Aus- und Einreise aus und in die Europäische Union eingerichtet. Das hat Auswirkungen auf die Wirtschaft der Iel und auf einige Schifffahrtslinien. Unter anderem wird die Reederei Armas ab Dezember 2007 eine direkte Fährverbindung zum marokkanischen Hafen Tarfaya unterhalten. Weitere Häfen gibt es in Morro Jable, Corralejo und Gran Tarajal. Von Corralejo aus verkehrt stündlich eine Fähre nach Playa Blanca auf Lanzarote. Morro Jable hat eine Fährverbindung mit Las Palmas auf Gran Canaria. Die Fähre setzt einmal am Tag über und braucht etwa dreieinhalb Stunden. Der Hafen von Gran Tarajal, wie auch der Hafen von Morro Jable sind immer noch im Ausbau (Stand: 2007). Von Gran Tarajal aus wird es künftig auch eine direkte Verbindung nach Las Palmas geben.

Sehenswürdigkeiten

Die eigentliche Attraktion Fuerteventuras sind wohl die weiten Strände entlang der Ostküste. Im Norden, nahe Corralejo, gibt es seit 1987 den unter Natuchutz stehenden Dünenpark, zu dem auch die vorgelagerte Iel Los Lobos gehört. Die kotanten Winde machen die Strände der Iel zu einem Paradies für Wasseportler. Wellenreiter kommen besonde an der Westküste auf ihre Kosten, Windsurfer sind im Norden bei Corralejo oder an der Ostküste (besonde am langen Strandabschnitt zwischen der Costa Calma und Jandía) gut aufgehoben. Hier hat sich gerade in den letzten Jahren auch das Kite-Surfen etabliert. Teilweise ist der Strand hier in Abschnitte eingeteilt, die entweder nur für Windsurfer oder nur für Kitesurfer reserviert sind.

Der Westen der Iel besteht zu einem großen Teil aus sehewerter Steilküste. Vom Baden sollte jedoch wegen der lebegefährlichen, ablandigen Strömungen abgesehen werden.

Wer mit einem Auto unterwegs ist, sollte nicht auslassen, die Berge zu durchfahren. Die raue und kahle Landschaft der Berge besitzt einen ganz eigenen Charme. Öfte trifft man am Straßenrand auf Erdhörnchen, die sich flink durch die Steine bewegen und von Fall zu Fall an Mechen gewöhnt sind. (Atlantoxerus getulus, die 1965 aus Nordafrika ausgesetzt wurden und sich schlagartig vermehren und teilweise schwere Schäden an der Vegetation anrichten). Außerdem kann man mit etwas Glück auf den Nordafrikanische Igel (Erinaceus algirus, der als Iektentilger geschätzt wird), Fledermäuse und eine Spitzmausart (Crocidura canarieis) sowie Kaninchen (Jagdwild) treffen.

Am 18. Januar 1994 lief der Luxusliner American Star vor dem entlegenen Strand Playa de Garcey auf Grund, und brach kurz darauf auseinander. Beim Veuch, zu diesem Wrack zu schwimmen und dort Gegetände zu bergen, sind bereits mehr als 30 Mechen gestorben, da unberechenbare Strömungen, herumliegende Wrackteile und heftige Wellen dies zu einer lebegefährlichen Unternehmung machen. Von dem Wrack ist heute (August 2007) leider nicht mehr viel zu sehen. Lediglich etwas vom Bug und ein wenig Metall ist nach den letzten Stürmen übrig geblieben.

Eine weitere Sehewürdigkeit im nordwestlichen Ielinneren ist das Ecomuseo de Algocida in Tefia. Mit EU-Mitteln wurden hier in den letzten Jahren mehrere verfallene Bauernhöfe restauriert, und es wird die Handwerkskut und Lebeweise der Bevölkerung Fuerteventuras vor der Zeit des Tourismus gezeigt. Zu sehen sind Steinmetze, Bäcker, Stellmacher, Stickerinnen uvm.

Bei Cofete auf der Halbiel Jandía befindet sich die Villa Winter, eine nach dem ehemaligen Eigentümer benannte, verlassene und stark bewachte Villa mit undurchsichtiger Vergangenheit.

Im Municipio findet man La Montaña Tindaya, den Tindayaberg. Er wird auch als heiliger Berg bezeichnet. Vor nicht allzu langer Zeit wurden dort bedeutende Überreste der Ureinwohner gefunden. Der Berg liegt in der gleichnamigen Gemeinde.

Persönlichkeiten

Miguel de Unamuno, ein baskischer Philosoph, lebte 1924 einige Monate auf der Iel als politisch Verbannter. Von ihm stammt die Zeile "Fuerteventura ist eine Oase in der Wüste der Zivilisation". Seit einigen Jahren steht ihm zu Ehren ein Denkmal am Fuß der Montaña Quemada, nahe Tefía.

Dieser Text wurde der Wikipedia entnommen und steht unter der GFD Lizenz.
Weitere Details entnehmen Sie bitte der Wikipedia.

 
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