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Reiseziel Informationen zu: Balearen


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Balearische Inseln

Die Balearischen Ieln (katalanisch Illes Balea, spanisch Islas Baleares) oder Balearen sind eine Ielgruppe im westlichen Mittelmeer und eine Autonome Gemeichaft Spanie. Zur Autonomen Gemeichaft gehören neben den eigentlichen Balearen mit den Hauptieln Mallorca und Menorca auch die Pityusen mit Ibiza und Formentera. Neben diesen vier und der fünften, mit Abstand kleiten bewohnten Iel Cabrera umfasst die Autonome Gemeichaft der Balearen 146 unbewohnte Ieln, zu denen auch die unter Natuchutz stehenden Felsenieln Dragonera und Pantaleu gehören. Größte Iel ist mit 3620,42 Quadratkilometern Mallorca.

Der Name der Ielgruppe leitet sich vom griechischen ballein/baliarides ab, womit die in der Antike gefürchteten Steichleuderer Els Fone Balea der Ieln gemeint waren, die sich als Söldner auf den Kriegsschauplätzen der Antike verdingten.

Geographie

Die Balearischen Ieln sind die abgesprengte Fortsetzung des andalusischen Felsengebirges, das sich von Gibraltar über die Sierra Nevada hinzieht. Ein etwa 1500 Meter tiefer Meeresgraben trennt die Ieln vom spanischen Festland. Die gebirgigen Ieln liegen zwischen 90 und 200 km östlich vom spanischen Festland entfernt.

Geologie

Die Balearen sind zusammen mit dem andalusischen Faltengebirge in der frühen Phase der alpidischen Gebirgsbildung - der Kreide vor etwa 100 Mio. Jahren - als Ieln im westlichsten Tethysmeer bzw. dem neuentstandenen Mittelmeer entstanden. Im Oligozän- vor etwa 30 Mio. Jahren - hatte dieses Orogen seine stärkste Hebungsphase im Südosten Iberias. Et im jüngeren Tertiär wurde durch tektonische Bewegungen die Verbindung zum Festland abgerissen. Auf Menorca sind mit devonischen und karbonischen Gesteinen die ältesten Gesteine der Balearen aus der Acadischen Gebirgsbildungsära zu finden.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl beläuft sich (Stand: 2006) auf 1.001.062 Peonen, dieses entspricht etwas mehr als zwei Prozent der spanischen Gesamtbevölkerung. Rund 79 Prozent davon, 790.763 Einwohner, entfallen auf die mit Abstand größte Iel Mallorca. Mit einer Bevölkerungsdichte von 200,5 Einwohner pro km² sind die Balearen für spanische Verhältnisse recht dicht besiedelt. Die Bevölkerungsdichte ist mehr als doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt (82,7 E/km²) und auch im Vergleich zur Europäischen Union (119 E/km²) beachtlich. Dazu kommen in etwa zehn Millionen Touristen, die jährlich die Balearen besuchen. Der Großteil davon, rund neun Millionen, entfallen alleine auf die Iel Mallorca. 167.751 Ausländer sind auf den Balearen aässig, was 16,76 % der Gesamtbevölkerung entspricht.

Laut der Bevölkerungserhebung aus dem Jahre 2006 waren 26.293 Deutsche mit Wohitz auf den Balearen offiziell gemeldet (zum Vergleich: 17.637 Briten). Sie stellen etwa 16 % aller auf den Balearen lebenden Ausländer und rund 31 % der aus Europa stammenden Zuwanderer. Unter Berücksichtigung der saisonal bewohnten Zweitwohnungen geht man sogar davon aus, dass tatsächlich mehr als 60.000 Deutsche permanent oder relativ häufig auf den Balearen leben, rund 80 Prozent davon auf Mallorca.

Amtssprachen der Balearen sind gemäß Artikel 3 des Autonomiestatuts Spanisch (castellano) und Katalanisch (català). Zugleich besteht ein Diskriminierungsverbot hiichtlich der Verwendung einer dieser Sprachen und ein Fördergebot zur Schaffung der Voraussetzung, beide Sprachen zu erlernen und zu benutzen. Darüberhinaus gibt es ielspezifische Varietäten der Amtssprachen wie (Mallorquinisch, Menorquinisch und Ibizenkisch).

Die Balearischen Ieln verfügen über 394 Schulen, darunter sind 263 Schulen im Staatsbesitz. 112 Schulen sind Vertragsschulen und 20 Schulen sind reine Privatschulen. Im Schuljahr 2002/2003 wurden rund 150.000 Schüler unterrichtet. Darüberhinaus gibt es 17 Einrichtungen zur Erwachsenenbildung auf den Balearen.

Neben der Nationalen Univeität für Fernlehre (UNED) bietet vor allem die Univeität der Balearen (UIB) ein breites Ausbildungsspektrum mit Naturwissechaften und Geisteswissechaften. Im Studienjahr 2002/2003 waren 14.323 Studenten in 15 vechiedene Fächeparten an der UIB immatrikuliert. Seit 1995 ist auf dem Gelände der UIB in Palma auch die Hotelfachschule der Balearen angesiedelt.

Politik

Die Balearen sind als eine der 17 autonomen Gemeichaften (comunidades autónomas) Spanie teilautonom. Als gemeiame Ititution verfügen die Balearen über ein Parlament, eine Regierung (Govern) und einen Präsidenten der autonomen Gemeichaft. Die Verwaltung der einzelnen Ieln obliegt den jeweiligen Ielräten (coells iula). Alle bewohnten Ieln verfügen über einen eigenen Ielrat, Formentera et seit 2007. Die untere Verwaltungsebene wird von den 67 Gemeinden mit Verwaltungssitz (municipis) gebildet, in denen jeweils ein Gemeinderat besteht.

Das Parlament repräsentiert das Volk der Balearen, übt die gesetzgebende Gewalt aus, verabschiedet den Haushalt und kontrolliert die Regierung. Es kann nur aufgelöst werden, wenn es nicht in der Lage ist, mit der Mindeststimmenzahl von 15 Prozent einen Präsidenten der Balearen zu wählen. Zusätzlich wählt das Parlament aus seiner Mitte einen Parlamentspräsidenten. Die Wahlen sind geheim und erfolgen nach dem Prinzip der Verhältniswahl. Die Wahlperiode beträgt vier Jahre. Die eten Wahlen zum Parlament der Balearen fanden am 8. März 1983 statt. Der Sieger war damals der Partit Popular (PP).

Der president de les Illes Balea wird vom Parlament aus dessen Mitgliedern gewählt und achließend vom König ernannt (Art. 30 Abs.1). Der Präsident ernennt und entlässt die Regierungsmitglieder, leitet und koordiniert die Regierungspolitik und ist der höchste Repräsentant der autonomen Gemeichaft nach außen, als der Vertreter des spanischen Staates auf den Balearen. Seit Mai 2003 ist Jaume Matas vom Partit Popular (PP) wieder Präsident der Balearen, nachdem er bereits von 1996 bis 1999 eine ete Amtszeit ausgeübt hatte.

Die Exekutive der Balearen wird gemäß dem Autonomiestatut von dem Govern de les Illes Baleares gebildet, der ein Kollegialorgan ist, welches sich aus dem Präsidenten, gegebenenfalls eines Vizepräsidenten und den Regierungsräte oder Ministern coelle zusammeetzt. Die Arbeitsabläufe und Organisatiotrukturen innerhalb der Regierung werden durch das Parlamentsgesetz geregelt. Der Govern etellt den Haushalt und verfügt zur Durchführung seiner Verwaltungsaufgaben über die Befugnis, Normen, also über die Rechtsverordnung, und Verwaltungsakte zu erlassen, die im Butlletí Oficial de les Illes Baleares veröffentlicht werden.

Die wichtigsten Kompetenzen der Landesregierung sind Bildung und Gesundheit. Weiterhin ist der Govern Balear für Umwelt, Soziales, Industrie, Handel und Energieveorgung zuständig. Das Autonomiestatut gesteht der Landesregierung auch das Recht zu, eine eigene Polizeieinheit (Policía Autonómica) zu gründen. Dies ist bisher jedoch nicht erfolgt, auch wäre die Zuständigkeit einer solchen Polizei neben Guardia Civil, Nationalpolizei (Cuerpo Nacional de Policía - CNP) und der Policía Local noch unklar.

Die coells iula von Mallorca, Menorca sowie von Ibiza und Formentera sollen die Eigetändigkeit der jeweiligen Ieln sowie deren besondere Interessen wahren und vertreten. Ein Aufgabenkatalog wurde im Art. 39 des Autonomiestatuts festgeschrieben und garantiert ihnen ioweit eine Reihe von Verwaltungszuständigkeiten hiichtlich des lokalen Gemeinwese. Die Ielräte werden durch die jeweiligen Abgeordneten des Parlaments der Balearen gestellt. Daher gibt es nur eine integrierte Wahl für das Parlament und die Ielräte. Wird ein Mitglied eines Ielrates zum Präsidenten der Balearen, zum Parlamentspräsident gewählt oder zu einem Mitglied des Govern ernannt, rückt der nächste Kandidat von der Wahlliste in dessen Amt nach.

In die Kompetenz der coells iula fällt vor allem der Bausektor. Sie sind zuständig für Flächennutzung, Städte- und Straßenbau. Eine Ausnahme beim Straßenbau bilden die Autobahnen, die von der Zentralregierung in Madrid finanziert wurden. Weitere Aufgaben der Ielräte sind die Abfallentsorgung, der Jugendschutz, der Betrieb von Altenheimen und die Verwaltung des spanischen TÜVs.

Die beiden mit Abstand wichtigsten Parteien im Parlament der Baleren sind der Partit Popular (PP) und der Sozialistischen Arbeiterpartei Spanie (PSOE).

Partit Popular (PP) ist die katalanische Bezeichnung für die auf castellano Partido Popular genannten Partei. Der PP ist eine wertkoervative, am Modell christlich-demokratischer Parteien orientierte Volkspartei, die in Spanien seit 1996 in der Regierungsverantwortung steht. Sie hat ihren Uprung in der 1976 gegründeten Alianza Popular, die 1989 als Partido Popular neu gegründet wurde. In der autonomen Gemeichaft der Balearen konnte der Partit Popular bei den Parlamentswahlen im Mai 2003 ihren Stimmenanteil von 1999 halten und mit 29 Abgeordneten in die 59 Mitglieder zählende Volksvertretung einziehen.

Partit Socialista Espanyol (PSOE) ist die auf castellano Partido Socialista Obrero Español genannte und während der Franco-Diktatur verbotene Partei. Sie wurde 1879 als sozialistische Arbeiterpartei gegründet und stellt heute, nach Umwandlung in eine Volkspartei mit sozialdemokratischem Profil, die zweitstärkste politische Kraft in Spanien dar. Bei den Wahlen zum Ielparlament 1999 und 2003 wurde sie ebenfalls mit 13 bzw 15 Abgeordneten zweitstärkste Kraft nach dem Partit Popular (PP).

(Stand: 2006)

Wirtschaft

Mit dem Ausbau der Fremdenverkehwirtschaft ging eine starke Steigerung der Wirtschaftskraft der balearischen Ieln einher. Das Pro-Kopf-Einkommen der Einwohner der Balearen ist eines der höchsten in ganz Spanien und beträgt etwa 118 Prozent des Landesdurchschnitts. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht die Region einen Index von 115 (EU-27:100) (2006).[1] Die Arbeitslosenrate lag 2005 bei 7.2%[2].

Der mit weitem Abstand größte Anteil an der Wertschöpfung entfällt mit rund 80 Prozent auf den Dietleistungssektor. Dies stellt die höchste Quote aller autonomen Gemeichaften Spanie dar. 73,4 Prozent der arbeitenden Bevölkerung ist im Dietleistungsbereich beschäftigt. Den zentralen Beschäftigungsfaktor bildet der Fremdenverkehr mit einer Beherbergungskapazität von igesamt über 410.000 Plätzen.

Von der Zunahme des Fremdenverkeh hat vor allem auch die Bauwirtschaft profitiert. Einhergehend mit dem starken Bevölkerungswachstum durch Zuzug auch aus anderen Landesteilen Spanie stieg der Bedarf an Wohngebäuden deutlich an. Inzwischen existieren auf den Balearen über eine halbe Million Wohneinheiten. Der Anteil der Baubranche an der Gesamtwertschöpfung lag auch im Jahr 2005 bei über acht Prozent.

Der Industriesektor ist überwiegend durch kleinere und mittlere Betriebe geprägt, die vor allem Bedarfsgegetände wie Schuhe, Modeschmuck, Lederwaren und Textilien hetellen, nicht zuletzt für den Export. Ein beachtlicher Teil der Industrieexporte entfällt jedoch auch auf die Produktsparten Maschinen und Metallwaren. Auf den Industriebereich entfällt etwa neun Prozent der Gesamtwirtschaft der Balearen. Demgegenüber liegt der Anteil des Agraekto lediglich bei zwei Prozentpunkten.

Geschichte

Die Urbevölkerung der Balearen ist vermutlich von der Iberischen Halbiel oder dem heutigen Südfrankreich aus eingewandert; ete Spuren mechlicher Siedlungen stammen aus dem 4. Jahrtausend vor Christus. Die einzelnen Kulturphasen sind inzwischen gut erfocht.

In der Antike hießen die Ieln Balearides oder Gymnesiae, man vetand darunter die Ieln Mallorca (Balearis major) und Menorca (Balearis minor). Sie waren zuet von den Phöniziern abhängig; ihre Häfen und ihr Boden hatten Ruf. Die Einwohner (Balearici) zeichneten sich als Krieger besonde durch ihre Geschicklichkeit im Schleudern großer Steine aus und dienten zahlreich in den karthagischen wie später in den römischen Heeren.

Durch seeräuberische Unternehmungen erregten die Bewohner den Zorn der Römer; der Koul Quintus Caecilius Metellus Balearicus eroberte sie 123 v. Chr. und siedelte dort romanisierte Südspanier an, welche die Städte Palma und Polentia auf Mallorca gründeten, und erwarb sich so den Namen Balearicus.

425 n. Chr. nahmen die Vandalen unter Gunderich die Ieln in Besitz; um 560 kamen sie unter das oströmische Kaisertum, von diesem an die Republik Pisa und 798 in die Hände der Mauren und gehörten - nach einem fränkischen Intermezzo - dann zum Kalifat von Córdoba.

Mallorca und Ibiza wurden zwischen 1229 und 1235 unter Jakob I. von Aragón (katalanisch Jaume I.) zurückerobert (katalanische Eroberung), Menorca fiel unter seinem Nachfahren Alfo III.. Die Balearen gehörten nun ebeo wie Katalonien zur Krone Aragonien. Zeitweise bildeten sie zusammen mit Teilen Katalonie einen von einer Nebenlinie des aragonesischen Königshauses regierten selbständigen Staat, das Königreich Mallorca. 1344 eroberte Peter IV. von Aragón die Balearen. Nun wurden die Ieln mit den Stammländern der Dynastie vereinigt. Durch die Vereinigung der Kronen von Aragonien und Kastilien wurden sie schließlich Teil der spanischen Monarchie.

1708 wurde Maó von den Briten erobert. Der Frieden von Utrecht (1713), mit dem der spanische Erbfolgekrieg beendet wurde, sprach Menorca dem britischen Empire zu. Dieses musste im Frieden von Veailles (1783) die Iel an Spanien zurückgeben, bis 1802 blieb sie jedoch britisch besetzt.

1833 wurde die spanische Provinz der Balearischen Ieln gegründet. Im ausgehenden 19. Jahrhundert gab es Aätze einer regionalen Unabhängigkeitsbewegung, die sich jedoch nicht festigen konnte. Bereits 1931 wurde für die Provinz der Autonomie-Status vorgeschlagen, den sie allerdings et 1983, nach dem Ende der Franco-Diktatur, erhielt. Am 1. März 1983 trat das Autonomiestatut für die Balearen in Kraft. Anlässlich diese Ereignisses wurde der 1. März als Dia de les Illes Balea zum Feiertag erklärt.

Dieser Text wurde der Wikipedia entnommen und steht unter der GFD Lizenz.
Weitere Details entnehmen Sie bitte der Wikipedia.

 
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