Flughafen Zürich
Der Flughafen Zürich (früher Flughafen Zürich-Kloten) ist gemessen an der Zahl der abgefertigten Passagiere der grösste Flughafen der Schweiz. Er wird durch die Unique (Flughafen Zürich AG) betrieben.
Der nördlich der Stadt Zürich gelegene Flughafen dient als Drehkreuz der Fluggesellschaften Swiss (Swiss International Air Lines und Swiss European Air Lines) und Deutsche Lufthaa (dritter Hub) und ist Heimatflughafen der Fluggesellschaften Belair, Edelweiss Air und Helvetic Airways, sowie Sitz der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega). Der Flughafenkopf liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Kloten, das gesamte Flughafenareal etreckt sich darüberhinaus auf die Gemeinden Opfikon-Glattbrugg, Rümlang, Oberglatt und Winkel.
Geschichte
Im Raum Zürich entwickelte sich in Dübendorf, nordöstlich der Stadt, auf dem auch militärisch genutzten Flugfeld Anfang der 1930er Jahre ein ziviler Flugbetrieb. Um die militärische und zivile Nutzung zu trennen, suchte der Zürcher Regierungsrat einen neuen Standort für einen Grossflughafen im Raum Zürich und fand diesen in der unmittelbaren Nähe von Kloten.
Am 22. Juni 1945 legte ein Bundesbeschluss fest, dass Zürich der Ort eines Interkontinentalflughafe werden soll. Ende Dezember 1945 verkaufte der Bund dem Kanton Zürich am geplanten Ort des neuen Flughafe 655 ha des Klotener Waffenplatzes. Als auch das Volk mittels einer Abstimmung einen Baukredit von Sfr 36,8 Mio. bewilligte, konnten im Juli 1946 die Bauarbeiten für den Flughafen beginnen.
Bereits am 14. Juni 1948 wurde die Westpiste zum eten Mal genutzt und am 17. November erfolgte mit der Eröffnung der Blindlandepiste die provisorische Flugbetriebsaufnahme des Flughafe.
Am 8. April 1953 konnte das neue Passagierterminal bezogen werden und vom 29. August bis 31. August 1953 erfolgte darauf die feierliche Eröffnung des Flughafe mit einer grossen Flugschau.
weitere Daten aus der Geschichte des Flughafe:
Flughafen Zürich in Zahlen
2005 zählte der Zürcher Flughafen 17'884'625 Passagiere und 267'363 Flugbewegungen. Das Frachtvolumen betrugt 372'420 Tonnen. Das Pisteystem des Flughafe besteht aus drei Landebahnen: 16/34 mit 3'700 Metern Länge, 14/32 mit 3'300 Metern Länge und 10/28 mit 2'500 Metern Länge.
Der Flughafen Zürich verfügt über die drei Docks A, B und E. B ist das älteste Dock und wurde mit der Eröffnung von Dock E im Herbst 2003 als Reaktion auf die sinkenden Passagierzahlen vorläufig stillgelegt. Seit August 2005 dient es als sogenanntes Eventdock, welches für Anlässe gemietet werden kann. Dock E liegt zwischen den Pisten 16/34 und 14/32. Es ist durch die Luftkissenbahn Skymetro, einen Strassentunnel sowie durch unterirdische Gepäckförderbänder echlossen. Passagierdrehscheibe und Wahrzeichen des Flughafe Zürich ist das Aiide Center. Das Gebäude verbindet Dock A und B. Im Untergeschoss befindet sich ausserdem die Station der Skymetro zum Dock E. Dank diesem Gebäude ist der Flughafen Zürich ein "One Terminal" Flughafen. Das heisst, ein Passagier kann an jedem beliebigen Ort durch die Passkontrollen gehen und trotzdem an sein Gate beziehungsweise an das richtige Gepäckförderband gelangen.
Die fünf im Jahre 2004 wichtigsten am Flughafen Zürich vertretenen Fluggesellschaften waren die SWISS (47,9 % der Flugbewegungen und 48,2 % der Passagiere), die Lufthaa (4,8 % und 7,0 %), Air Berlin (3,1 % und 2,3 %), Edelweiss Air (2,9% und 1,3%) und British Airways (2,4 % und 1,9 %). Igesamt im 2004 wurden 146 Ziele in 77 Ländern direkt angeflogen.
2004 erzielte Unique (Flughafen Zürich AG) ein Jahresergebnis von rund 17,3 Millionen Schweizer Franken (im Vorjahr 3,8 Millionen Franken) bei einem Umsatz von 637 Millionen Franken (im Vorjahr 562 Millionen Franken). 57 % stammen aus dem Fluggeschäft (vorwiegend Passagier- und Landegebühren), 43 % aus dem Nicht-Fluggeschäft (unter anderem Immobilien sowie Retail).
Die Namenaktien der Unique (Flughafen Zürich AG) wird an der Schweizer Böe SWX gehandelt (Valorennummer 1'056'796, SWX-Symbol UZAN) [1]; Mehrheitsaktionäre sind der Kanton Zürich mit 48,8 % der Aktien und die Stadt Zürich mit 5,41 %, wobei die Unique (Flughafen Zürich AG) als private Aktiengesellschaft organisiert ist.
Den Flugfunkverkehr am Zürcher Flughafen kann man unter den folgenden Frequenzen mithören [2]:
Unique (Flughafen Zürich AG)
Die Unique, im Handelsregister als Flughafen Zürich AG eingetragen, ist die Eigentümerin und Betreiberin des Flughafe Zürich. Die gemischtwirtschaftliche Aktiengesellschaft mit dem Kanton Zürich als grösstem Einzelaktionär (vorgeschriebener Anteil >33.33 % des Aktienkapitals) entstand in ihrer heutigen Form am 1. April 2000 durch die Fusion der Flughafen-Immobilien-Gesellschaft (FIG) und der Flughafendirektion Zürich (FDZ).
Die Flughafen-Immobilien-Gesellschaft FIG, deren Wurzeln bis in den November 1948 zurückgehen, war zuletzt eine Aktiengesellschaft (seit 1984) mit Sitz in Kloten und für den Bau und Betrieb der Hochbauten am Flughafen zuständig. Bedeutende Aktionäre der FIG waren der Kanton Zürich (23 %) und die Stadt Zürich (18 %).
Die Flughafendirektion Zürich war der kantonalen Volkswirtschaftsdirektion angegliedert und die formelle Eigentümerin des Flughafe, als Gesamtanlage. Die Zuständigkeiten umfassten den Bau und Betrieb der Tiefbauten (Pisten, Taxiways), den Flughafenbetrieb, die Aushandlung und Umsetzung des Betriebsreglements und die politische Vertretung des Flughafe.
Die erfolgreiche Privatisierung der FIG und das stetige Wachstum des Flughafe führten zum politischen Votoss den Flughafen Zürich zu Veelbständigen und hierzu die FDZ aus der kantonalen Verwaltung auszugliedern und mit der FIG zu fusionieren. Auf den Votoss hin wurde ein neues Flughafengesetz ausgearbeitet und am 12. Juli 1999 vom Kantorat mit 60 % Ja-Stimmen genehmigt. Das Flughafengesetz wurde am 28. November den Zürcher Stimmbürgern zur Abstimmung vorgelegt und von diesen mit 61 % Ja-Stimmen angenommen.
Damit war die Grundlage für die neue Betriebsgesellschaft geschaffen und zum 1. März 2000 trat das neue Flughafengesetz in Kraft. Auf Basis von drei Fusioverträgen zwischen der FIG und dem Kanton Zürich wurde am 30. März eine Erhöhung des Aktienkapitals von uprünglich 70 Millionen (140'000 Namenaktien à 500 CHF) auf neu 245'615'000 Schweizer Franken (4'912'300 Namenaktien à 50 CHF) vorgenommen und die FDZ in die FIG integriert, welche am 1. April als Flughafen Zürich AG (FZAG) ihren Betrieb aufnahm.
Die FZAG lancierte am 6. April den Auftritt des Unternehme unter dem Namen Unique, unter dem sie seither ausschliesslich auftritt. Seit dem 12. April 2000 ist das Unternehmen an der SWX notiert; der Kanton Zürich besass durch die Neustrukturierung am eten Tag 78.1 % des Aktenkapitals des Unternehme. Die Anteile wurden laufend reduziert, jedoch durfte dessen Anteil an der FZAG in dieser eten Stufe der Privatisierung einen 50 %-Anteil nicht untechreiten, da die Betriebsbewilligung noch bis zum 1. Juni 2001 auf den Kanton Zürich ausgestellt war. Nachdem die Betriebskonzession auf die FZAG übertragen worden war, durfte der Kanton seinen Anteil auf ein vorgeschriebenes Minimum von 33.33 % senken.
Im Dezember 2001 gründete die FZAG das Tochterunternehmen Unique Airports Worldwide AG, welches Unique seither erlaubt, weltweit Flughäfen zu betreiben und Beteiligungen an Flughäfen zu halten.
Über dieses Tochterunternehmen betreibt Unique in Chile die drei Regionalflughäfen Puerto Montt, Calama und La Serena, die 2002 von rund 450'000 Passagieren genutzt wurden. In Venezuela führt Unique den Flughafen von Isla de Margarita. In Indien ist Unique am Bau des neuen Flughafen von Bangalore beteiligt, der voraussichtlich 2008 eröffnet wird.
Das Unternehmen hat seinen rechtlichen Sitz in Kloten und fällt damit in die Zuständigkeit des Bezirksgerichts Bülach. Seit März 2001 ist die Flughafenverwaltung zentral im neuen Verwaltungsgebäude Unique One im Westen des Flughafenareals, an der Grenze zu Rümlang untergebracht.
CEO des Unternehme ist Josef Felder, der Unique seit der Gründung führt. Der achtköpfige Verwaltungsrat umfasst jeweils auch Vertreter von Kanton und Stadt Zürich; dieser Grundsatz wurde von wirtschaftsliberaler Seite kritisiert und wurde zwischen dahingehend verändert, dass die Regierungsräte jeweils eigene Vertreter nominiert, atatt selber Eiitz zu nehmen. Seit dem 1. Juli 2005 setzt sich der Verwaltungsrat wie folgt zusammen: Andreas Schmid (Präsident), Martin Candrian, Dr. Elmar Ledergerber, Dr. Kaspar Schiller, Eduard Witta, Dr. Martin Wetter, Dr. Lukas Briner und Rita Fuhrer.
Revisiotelle der Unique (Flughafen Zürich AG) ist KPMG Fides Peat mit Sitz in Zürich.
Fluglärm-Problematik am Flughafen Zürich
Rund um den Flughafen Zürich wehren sich viele Mechen gegen den Fluglärm. Die Zürcher Fluglärm-Problematik wurde ausgelöst durch den Ausbau des Flughafe Zürich, ohne dass ein schweizerisch-deutsches Gesamtkonzept zum Flugverkehr in der Region vorlag. Eine deutsche Ablehnung der nördlichen Anflüge über die besiedelten Gebiete Südbade war die Folge, da der deutschen Seite keine Möglichkeit zur Mitbestimmung im Vorfeld des Flughafenausbaus eingeräumt wurde. Als Reaktion auf die Ablehnung eines klärenden Staatsvertrags durch den Schweizer Ständerat Ende 2002 erließ Deutschland eine eieitige Verordnung, welche die Flugbewegungen über Süddeutschland in den Abend- und Morgetunden eichränkte. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim wies eine Klage der Swiss International Air Lines und der Unique Flughafen Zürich AG gegen die Eichränkungen im Januar 2003 ab. Darauf hin strebte die Schweizer Regierung ein Mediatioverfahren an, welches jedoch scheiterte. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) wird voraussichtlich im Oktober 2006 erneut entscheiden. Unique als Flughafenbetreiberin strebt weiterhin die überwiegende Nordausrichtung für Landeanflüge an.
Publikationen
Unique informiert durch ihre beiden Internetauftritte www.flughafen-zuerich.ch (für Passagiere, Besucher und Flughafeninteressierte) und www.unique.ch (für Themen, die auf die Betreibergesellschaft bezogen sind).
Darüberhinaus veröffentlicht Unique periodisch echeinende Zeitschriften, die auch im Internet verfügbar sind. Homebase ist die interne "Hauszeitung" der Unique und richtet sich in eter Linie an die Mitarbeiter; Unique! war bis Juli 2005 die Anwohnerzeitschrift des Unternehme, an ihre Stelle trat das neue Air Magazine.