Flughafen Rostock-Laage
Der Flughafen Rostock-Laage ist der Regionalflughafen der mecklenburgischen Stadt Rostock. Der Flughafen wird sowohl militärisch durch die Bundeswehr, als auch zivil durch die Flughafen Rostock-Laage-Güstrow GmbH genutzt.
Er liegt im nördlichen Landkreis Güstrow zwischen den Laager Ortsteilen Krokamp und Weitendorf.
Militärischer Flugbetrieb
Auf dem Flughafen ist das Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" der Luftwaffe stationiert. Es wird als etes Jagdgeschwader in Deutschland mit dem Eurofighter EF 2000 ausgestattet.
Bis zur Einführung des Eurofighte war das Jagdgeschwader 73 als einziges Geschwader der bundesdeutschen Luftwaffe mit Flugzeugen des Sowjetischen Typs MIG-29, die 1990 von der Nationalen Volksarmee der DDR übernommen wurden, ausgestattet.
Ziviler Flugbetrieb
Die zivile Nutzung des Flughafe umfasst sowohl Linien- als auch Charterflüge und die Allgemeine Luftfahrt. Der Flughafen ist in das Nachtluftpostnetz der Deutschen Post eingebunden. Die Hubschraubetaffel der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommer ist hier stationiert.
Im Charterbereich zählt der Flughafen jährlich steigende Passagierzahlen. 2005 waren es etwa 178.000 Passagiere.
Nachdem von Januar 2006 an alle Linienflüge von der Lübecker low-cost Airline dauair geflogen wurden, übernimmt ab dem 10. August 2006 die OLT die Linie Rostock - München und Rostock - Köln-Bonn nachdem Dauair iolvent ist. Die Relation Rostock - Nürnberg wird von Air Berlin geflogen.
Der Flughafen ist Heimatflughafen einer Reihe von Geschäfts- und Sportflugzeugen. Er wird bei Geschäfts- und Sportfliegern ein immer beliebterer Anflugpunkt.
Geschichte
Der heutige Flughafen Rostock-Laage ist nicht der ete Flughafen der Stadt Rostock. Bereits vor dem Eten Weltkrieg ließ die Stadt bei Hohe Düne einen kombinierten Land- und Wasserflugplatz anlegen. Im Eten Weltkrieg militärisch genutzt, begann nach dem Krieg die zivile Nutzung. Auf dem als Zoll-Wasser- und Landflughafen I. Ordnung deklarierten Flughafen spielten der Bäderflugverkehr und die Flugzeugführerausbildung der Deutschen Verkehfliegechule eine wichtige Rolle. Außerdem hatten die Ert Heinkel Flugzeugwerke ihren eten Rostocker Firmeitz am Platz. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgte wieder eine militärische Nutzung die im Zweiten Weltkrieg fortgesetzt wurde. Neben diesem Flughafen gab es in Rostock die seit ca. 1935 Werksflugplätze von Arado bei Groß Klein und der Ert Heinkel Flugzeugwerke in Marienehe.
Vom Flughafen Rostock Hohe-Düne aus führte die Deutsche Lufthaa im April 1945 ihre letzten Linienflüge nach Skandinavien vor Kriegsende durch. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Rostocker Flugplätze wie die Flugzeugwerke demontiert. Die Stadt hatte keinen Flughafen mehr.
Pläne aus den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts, einen neuen Flughafen östlich der Stadt zu bauen, wurden nicht verwirklicht.
1984 wurde der Militärflugplatz Laage der NVA in Betrieb genommen. Auf diesem Platz waren das Jagdbombergeschwader 77 und das Marinefliegergeschwader 28 stationiert. Mit der Deutschen Einheit wurde die Luftwaffe Hausherrin auf dem Flugplatz.
Der zivile Luftverkehr begann 1992. Möglich machte dies ein Mitbenutzungsvertrag mit der Bundeswehr vom Januar 1992. Dieser besagt, dass der vorher ausschließlich militärisch genutzte Flughafen auch der zivilen Nutzung freigegeben wurde.
Die Flughafen Rostock-Laage-Güstrow GmbH errichtete ein etes Terminal und weitere für den zivilen Flugbetrieb notwendige Anlagen.
Lag der Schwerpunkt des Luftverkeh zunächst auf innerdeutschen Linienverbindungen, so wurde der Ferienflugverkehr immer mehr zur tragenden Säule des Flughafe. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, wurde am 9. September 2005 das neue Passagierterminal Ha Joachim Pabst von Ohain (Kapazität 300.000 Passagiere) inklusive 2 Fluggastbrücken eröffnet.
Im Terminal befindet sich eine Ausstellung zur Geschichte der Luftfahrt in Mecklenburg-Vorpommern, in der auch ein Nachbau der Heinkel He 178, des eten deutschen Strahlflugzeugs, zu finden ist.
Nach aktuellen Angaben der Ostsee-Zeitung überlege die Haestadt Rostock, die Mehrheitseigner des Flughafe ist, diesen zu verkaufen, da er trotz steigender Passagierzahlen für die Stadt einen jährlichen Verlust von 600.000 bedeute, was aufgrund der Haushaltssituation der Stadt untragbar sei.