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Informationen zum Flughafen Düsseldorf


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Flughafen Düsseldorf International

Der Flughafen Düsseldorf International ist ein deutscher Flughafen in Düsseldorf. Er wurde am 19. April 1927 eröffnet. Nach Passagierzahlen ist der Düsseldorfer Flughafen der drittgrößte in Deutschland, nach den Flughäfen in Frankfurt und München sowie vor den Flughäfen Berlin-Tegel, Hamburg und Köln/Bonn. Bis in die 1990er Jahre hinein handelte es sich sogar um den zweitgrößten Flughafen Deutschlands, jedoch hat der Düsseldorfer Flughafen mittlerweile aufgrund rechtlicher und politischer Ausbauhemmnisse sowie einer für die uneingeschränkte Nutzung durch Großraumflugzeuge (Boeing 747 und Airbus A380) zu kurzen Landebahn (3.000 m) deutlich Marktanteile an den neu erbauten und weiter im Ausbau befindlichen Münchener Flughafen verloren.

Die Betreibergesellschaft Flughafen Düsseldorf GmbH verfügt über ein Stammkapital von 25.564.594,06 (früher 50 Mio. DM). Die Gesellschafter sind:

Informationen

Fluggastaufkommen:

Geschichte und Entwicklung

Der Flughafen Düsseldorf wurde offiziell am 19. April 1927 vom damaligen Oberbürgermeister Robert Lehr eröffnet. Am 5. Oktober 1927 starteten vom Flugfeld Golzheimer Heide aus die eten Propeller-Maschinen der Luftverkehgesellschaft Ruhrgebiet in Richtung Berlin, München und Malmö. 1933 wurden Lagerräume und Werkstätten für die Lufthaa errichtet, ein befestigtes Hallenvorfeld erweitert das Abfertigungszentrum um 2.200 Quadratmeter. 1936 errichtete die deutsche Luftwaffe auf dem Flughafengelände einen Fliegerhot. Am 3. September 1939 wurde der zivile Luftverkehr eingestellt und die deutsche Luftwaffe übernahm den gesamten Flughafen. Ab 1943 war der Flughafen das Ziel von Fliegerangriffen der Alliierten. Am 23. Dezember 1944 wurden durch die Angriffe alle Hallen des Flughafe zetört. Am 18. April 1945 wurde der Flughafen von US-Truppen besetzt und die nicht zetörten Gebäude wurden als Unterkünfte genutzt.

Im März 1949 wurde die zivile Luftfahrt nach Reparaturarbeiten an Gebäuden und Startbahnen wieder aufgenommen. Am 1. Dezember 1950 übergaben die britischen Streitkräfte die Verwaltung des Flughafe an die Deutschen zurück. 1952 wurde die Hauptstartbahn auf 2.475 Meter verlängert. 1969 wurde mit den Bauarbeiten für die neue Abfertigungsanlage begonnen, die Hauptstartbahn wurde auf 3.000 Meter verlängert. Im Oktober 1975 wurde eine S-Bahn-Strecke (S 7) von Düsseldorf Hauptbahnhof zum Flughafen (Düsseldorf Flughafen Terminal) eröffnet. Diese verkehrt heutzutage auch bis Solingen Hauptbahnhof. 1965 wurde zwischen dem Land NRW und den umliegenden Kommunen der so genannte Angerland-Vergleich geschlossen. Er ist bis heute gültig und legte die Kapazität des Flughafe auf den damaligen Stand fest.

Am 11. April 1996 kam es am Spätnachmittag zu einem Brandunglück, bei dem 17 Mechen starben und 88 weitere verletzt wurden. Uache war die unerlaubte Verwendung von Schaumpolystyrol bei der Isolierung der Zwischendecken und das Missachten von Brandschutzvochriften bei Schweißarbeiten. Außerdem hatte sich auf den Belüftungskanälen eine große Menge Staub angesammelt, über den sich das Feuer in Windeseile in alle Richtungen verteilte. Der Grund für die vielen Todesopfer lag unter anderem am Fehlen von Brandschutztüren und an der Verteilung der Rauchgase durch die Klimaanlage.

Beim folgenden, fünf Jahre dauernden Hauptprozess am Landgericht Düsseldorf standen neben den Schweißern und der zuständigen Bauleitung auch zahlreiche Verantwortliche für den rund 30 Jahre zurückliegenden Bau der Abfertigungshalle zur Gericht. Dabei kam heraus, dass damals aus Kostengründen nicht ausreichend brandsichere Baustoffe verwendet, der bauliche Brandschutz vernachlässigt und keine Sprinkleranlage eingebaut worden war. Darüber hinaus wurden Veäumnisse der Flughafen-Feuerwehr deutlich: Es gab keine Brandsicherheitswache bei den Schweißarbeiten, Klimaanlage und Fahtühle wurden zu spät stillgelegt, der ete Löschzug echien et 20 Minuten nach dem Feueralarm am Brandort. Ende 2001 wurde das Verfahren eingestellt, weil das Gericht nicht abschließend klären konnte, ob Baumängel oder das Veagen der Feuerwehr entscheidend für die Katastrophe gewesen waren. Vechiedene zivilrechtliche Schadeneatzklagen waren auch im April 2006, zehn Jahre nach dem Unglück, noch vor Gericht anhängig.

Die Terminals A und B wurden durch den Brand komplett zetört bzw. mussten aufgrund der durch den Brand veruachten Kontaminierung durch giftige Gase im Achluss abgerissen oder vollständig keraniert werden. Das Terminal C konnte nach Reinigungsarbeiten bereits einige Monate später wieder in Betrieb gehen. Provisorische Zelte und Hallen überbrückten die Jahre des Wiederauf- und Umbaus, der unter dem Namen airport 2000 plus lief. 1998 wurde das neugebaute Terminal A in Betrieb genommen, und der Rhein-Ruhr-Flughafen wurde in Flughafen Düsseldorf International umbenannt.

Die Brandkatastrophe des Rhein-Ruhr-Flughafe hatte weitreichende Folgen auf Brandschutzverordnungen und Vochriften für öffentliche Gebäude. Der Neubau des Flughafen Düsseldorfs zählt noch heute zu einem der Vorreiter in Sachen Brandschutz auf Flughäfen. Seit 2002 sind die Terminals A und B wieder betriebsfertig, sowie die Hochbahn Skytrain, welche den Fernbahnhof mit den Terminals verbindet. 2003 wurde das Bauprojekt airport 2000 plus fertiggestellt.

Einrichtungen

Der Flughafen besitzt zwei Start- und Landebahnen mit einer Länge von 3.000 m bzw. 2.700 m mit einer Breite von jeweils 45 m. Für die Flugzeuge stehen 107 Flugzeugabstellpositionen zur Verfügung. Mit der derzeitigen Terminalkapazität und Infrastruktur können jährlich bis zu 22 Mio. Passagiere abgefertigt werden, jedoch ist die Ausnutzung dieser Kapazität aufgrund der rechtlichen und politischen Beschränkung der Anzahl der Starts und Landungen nicht möglich. Trotz der deutlich kürzeren Start- und Landebahnen im Vergleich zum Flughafen Köln/Bonn wurde der Düsseldorfer Flughafen im November 2006 als Ausweichflughafen für die landenden A 380 des Frankfurter Flughafe festgelegt. Düsseldorf verfügt über eine bessere Infrastruktur und kann so die hohe Anzahl an Passagieren reibungslos abfertigen. Am 12. November 2006 landete der ete A 380 in Düsseldorf, allerdings noch zu Test- und Werbezwecken.

2000 wurde der neue Fernbahnhof Düsseldorf Flughafen eröffnet. Er liegt am nordöstlichen Rand des Flughafengeländes, knapp 2,5 Kilometer von den Terminals entfernt an der Bahtrecke Düsseldorf-Duisburg. Täglich halten hier bis zu 300 Züge, vom ICE bis zur S-Bahn (S 1). Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 wird die Zahl der täglich haltenden Fernzüge von 63 auf 17 drastisch reduziert. Die Bahn begründet dies auch mit Kapazitätsproblemen auf der Strecke aufgrund umfangreicher Umbaumaßnahmen am Bahnhof Köln Messe/Deutz im Jahr 2007.[1]

Die Verbindung zwischen Terminals und Fernbahnhof soll die Schwebebahn Skytrain hetellen, ein hochmoderner, führerloser Zug. Allerdings kam es nach der Inbetriebnahme dieses Verkehmittels im Jahr 2002 immer wieder zu Pannen, so dass der Betrieb wiederholt monatelang ruhte. Statt der automatischen Schwebebahn fuhren Pendelbusse.

Direkt unter dem Terminal C gibt es noch den S-Bahnhof "Düsseldorf Flughafen Terminal". Er ist Endstation der S-Bahn-Linie S 7), die dafür nicht am Fernbahnhof "Düsseldorf Flughafen" hält. Die S7 fährt tagsüber im 20-Minuten-Takt nach Solingen Hauptbahnhof und verbindet die Terminals A,B und C des Flughafe direkt mit dem Düsseldorfer Hauptbahnhof. Berücksichtigt man die Alternative mit dem Skytrain zum Fernbahnhof "Düsseldorf Flughafen" und dann mit der S1 weiter Richtung Hauptbahnhof ergibt sich eine Anbindung im 10-Minutentakt zwischen dem Flughafen und der Innetadt von Düsseldorf.

Die Autobahn A44 führt in Ost-West-Richtung am Flughafen vorbei, sie bietet Achlüsse zur A52 nach Norden und zur A3 (Nord-Süd-Verbindung).

Ausbau

Nach dem Flughafenbrand im April 1996 wurde vom Airport-Management ein Umbau des Flughafe beschlossen.

Das Projekt airport 2000 plus umfasste folgende Punkte:

Das bisher größte Investitioprojekt des Düsseldorfer Flughafe hatte ein Volumen von 378 Millionen Euro und wurde am 7. Mai 2003 offiziell fertiggestellt.

Im sogenannten Angerland-Vergleich[2] von 1965 ist die Länge der Start- und Landebahn (3.000 m), die Nutzung der vorhandenen Parallelbahn nur als Ausweichbahn und eine Beschränkung der Nachtstarts mit Düsenmaschinen von 22-6 Uhr festgeschrieben. Zudem enthält der Planfeststellungsbeschluss vom 16. Dezember 1983 eine Beschränkung der Flugbewegungen auf 91.000 bzw. 71.000 im lärmrelevanten Bereich.

Am 24. Juni 1986 verkündet das Verwaltungsgericht Düsseldorf das etitanzliche Urteil gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Bau und Betrieb einer parallelen Start- und Landebahn. Dieses Urteil führte zu der Billigung einer reinen Eatzbahn, die jedoch nur in Spitzenzeiten zu einer schnelleren Abfertigung des Luftverkeh genutzt werden darf. Im Jahre 1988 erlebte der Flughafen Düsseldorf einen regen Zuwachs an Passagieren, was aufgrund einer einzigen Start- und Landebahn zu Kapazitätsproblemen führte.

Der Flughafen will allerdings expandieren. Auf der kurzen Startbahn können schwere Interkontinentalmaschinen nicht mit voller Beladung starten, weshalb man die Bahn um mindeste 600 Meter verlängern möchte. Außerdem würde man gern die zweite Bahn voll nutzen. Da der Angerland-Vergleich solchen Bestrebungen entgegen steht, hatte die Flughafengesellschaft den Vertrag 1998 eieitig gekündigt, obwohl eine Kündigung im Vertrag nicht vorgesehen ist. Das OVG Müter hat jedoch am 5. September 2002 den Angerland-Vergleich aus dem Jahre 1965 für grundsätzlich wirksam erklärt[3].

8. November 2005. Das Verkehministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat dem Flughafen Düsseldorf International die so genannte Achlussgenehmigung erteilt. Im juristisch relevanten Betrachtungszeitraum der sechs verkehreichsten Monate können damit zunächst rund 15 Prozent mehr Starts und Landungen im Linien- und Charterverkehr durchgeführt werden. Gleichzeitig wird der Flughafen den Lärmschutz für Anwohner weiter verbessern[4].

Dieser Text wurde der Wikipedia entnommen und steht unter der GFD Lizenz.
Weitere Details entnehmen Sie bitte der Wikipedia.

 
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